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Handball - wie alles entstand

 
  Von den 50er bis zu den 90er Jahren
  Die "Macht am Sumpfler"
  Jugendarbeit
  Höhen und Tiefen im Frauen-Handball
  Aktivitäten rund um den Handball

Von den 50er bis zu den 90er Jahren

 

Ein erstes "Schnuppern" am Handballsport in Waldbüttelbrunn erlebten Anfang der 1950er Jahre die Schüler der Oberklassen bei Oberlehrer Walter Malisch in den Sportstunden auf dem Waldsportplatz, als gelegentlich Handball gespielt wurde. Vielleicht war es gerade dieses "Schnuppern", das einige Jahre später zur Gründung der Handballabteilung der DJK führte. Das erste Handballspiel, ein Freundschaftsspiel gegen die Katholische Jugend von St. Barbara Würzburg, fand am 20. September 1959 statt.

Alfred Pöpplein vom ETSV Würzburg, Rudi Schwarz aus Höchberg, die gelegentliche Trainingsabende leiteten, und Lehrer Josef Brenner leisteten erste Hilfestellungen beim Aufbau einer Mannschaft für die Verbandsrunde. Die ersten Trikots wurden von den Spielern aus eigener Tasche bezahlt, und auch um den ersten Ball zu kaufen, wurde "zusammengelegt". Am 3. April 1960 fand dann das erste Verbandsspiel statt: der Handballsport war aus der Taufe gehoben.

Erfolge waren zunächst dünn gesät. Die erste Meisterschaft konnte 1965 vermeldet werden. Nachdem einige erfahrene Spieler zur Mannschaft gestoßen waren, konnte prompt die Meisterschaft in der B-Klasse auf dem Großfeld errungen werden. Das Endspiel gegen den TV 73 Würzburg auf dem Höchberger Waldsportplatz war ein denkwürdiges Ereignis.
Das Großfeldspiel wurde bald eingestellt und die DJK-Aktiven konnten sich dann jahrelang auf dem Kleinfeld und in der Halle in der A-Klasse halten. Überalterung der Mannschaft führte in den Jahren 1980 und 1981 zum Abstieg in die B- bzw. C-Klasse. Mit Nachwuchs aus den eigenen Reihen kam jedoch der sportliche Aufstieg wieder. 1983 ging es wieder in die B-Klasse, und 1983/84 kehrten die Handballer in die A-Klasse zurück. Den bis dahin größten sportlichen Erfolg erreichte die 1. Männermannschaft in der Hallensaison 1993/94 mit dem Aufstieg in die Bezirksliga.

 

Die "Macht am Sumpfler"

 

Die Handball-Erfolgsgeschichte der DJK erhielt mit dem Aufstieg 1995 in die Bezirksliga einen neuen Schub. Albrecht Weidner und als Co-Trainer Thomas Seubert übernahmen das Training und stiegen mit der Mannschaft 1996 in die damalige Verbandsliga Nord auf - ein Ergebnis, auf das man bis vor kurzem noch nicht zu hoffen wagte. Die Begeisterung war groß, besonders auch, weil 1996 die Ballsporthalle am Sumpfler fertiggestellt wurde.

1. Eintrittskarte Verbandsliga
1. Eintrittskarte Verbandsliga

Am 28. September 1996 also fand das denkwürdige erste Spiel der Männer in heimischer Halle gegen den VfL Wunsiedel statt, und es gab sogar einen 22:21-Sieg. Jetzt konnten die Zuschauer nach 36 Jahren "Wanderschaft" endlich echte Heimspiele erleben, Sportler und Publikum sind zufrieden, die Spielabende am Samstag haben bald einen kleinen "Kultstatus" - und nicht zuletzt kann die Jugend endlich bei den Spielen der "Großen" dabei sein und dadurch auch manches lernen.

Die Euphorie wurde jedoch schon ein Jahr später gebremst, denn die Männer I mussten zurück in die Bezirks-Oberliga. Zurück in der Bezirksliga stand 1997/98 die Trainerfrage an. Manfred Wirth, bis dato Trainer bei seinem Heimatverein TSV Lohr in der Regionalliga, ließ sich vom Konzept der DJK-Verantwortlichen überzeugen und leitet bis heute das Team. Zur Seite steht ihm noch immer Thomas Seubert als Co-Trainer.

Gezielter Aufbau und Weiterentwicklung der Mannschaft sowie neue Spieler brachten 1999 den Aufstieg in die Landesliga. Hier konnte das Team zweimal hintereinander den dritten Platz belegen. Beim dritten Anlauf war es dann soweit: Die Meisterschaft in dieser Liga, überlegen herausgespielt mit 36:8 Punkten und 543:428 Toren. Ein nie erwartetes Ereignis war eingetreten: die DJK spielte in der Runde 2002/03 in der Bayernliga, in der man mittlerweile zwei Jahre erfolgreich mit dem fünften bzw. siebten Platz abschloss.

 

Jugendarbeit

 

Von Beginn an wurde in der DJK großer Wert auf die Jugendarbeit gelegt. Seit Gründung der Handballabteilung nahmen ununterbrochen Jugendmannschaften, seit 1976 auch im weiblichen Bereich, an den Rundenspielen teil. Pokale, Urkunden und Bilder im Vereinsheim zeugen von den vielen Erfolgen. Spieler aus den Nachwuchsteams rückten stetig in die Aktiven-Mannschaften auf, waren und sind immer wieder zur Übernahme von Ämtern bereit und geben ihr Können an Jüngere weiter.

Rechtzeitig wurde im Verein die Notwendigkeit von ausgebildeten Übungsleitern erkannt. Inzwischen sind es 12 geworden, die den allgemeinen Übungsleiterschein für verschiedene Sportarten erworben haben und ihr Können und Wissen an die Jugend vermitteln.

Wesentlich kleinere Schuljahrgänge, ein größeres Angebot an Sportmöglichkeiten in der Gemeinde und im Kreis, sich verändernde Mentalitäten im Verhältnis Kinder - Eltern - Trainern - Verein, sowie Schwierigkeiten beim Gewinnen von Trainern und Betreuern, vor allem im weiblichen Bereich, machen die Nachwuchsarbeit auch in der DJK schwieriger. Mit Blick auf die jüngsten Mannschaften der DJK, in der viele Talente schlummern, ist Resignation aber nicht angebracht.

 

Höhen und Tiefen im Frauen-Handball

 

1975 wagten Erich Lutz und Erhard Roos schon den Versuch einer weiblichen Handballmannschaft und hatten Erfolg, denn man stieß damit in eine "Marktlücke". Schon 1976 konnten drei Mädchenteams gemeldet werden, bei denen auch der Erfolg nicht lange auf sich warten ließ. Kreismeister, aber auch Unterfrankenmeister Teilnahme an der Nordbayern-Meisterschaft zeugen davon.

Frauenmannschaft 1993
Frauenmannschaft 1993

Als die ersten Spielerinnen der A-Jugend entwachsen waren, wurde die erste Frauenmannschaft gebildet. Nach dem Weggang einiger Spielerinnen, war man nach zwei Hallenrunden leider gezwungen, die Mannschaft zurückzuziehen.

Doch schon 1980 konnte wieder eine Frauenmannschaft gebildet werden. Sie wurde 1983/84 Kreismeister der B-Klasse und schaffte den Aufstieg. Nach Höhepunkten folgten aber auch Niederlagen. So gab es von 1988 bis 1990 keine Frauenmannschaft. Erst 1991 konnten wieder ehemalige Spielerinnen reaktiviert und zwei "Abgewanderte" zurückgeholt werden. In der Spielrunde 1992/93 wurde auf Anhieb die Meisterschaft in der C-Klasse erreicht und auch 1993/94 konnte die Meisterschaft in der B-Klasse errungen werden.

Ein regelrechtes Handball-Hoch bei den Frauen brachten die Jahre 1994 bis 2000, als das Frauenteam von der A-Klasse über Bezirksoberliga in die Landesliga aufstieg, in der sie zwei Jahre spielten. Von 1995 bis 2002 gab es sogar zwei Frauenteams. Doch Abwanderung von Spielerinnen, private und berufliche Veränderungen bedingten den Abstieg. Es folgten noch zwei Jahre in der Bezirksoberliga und Bezirksliga - aber 2003/04 ging nichts mehr: Schade! Ziel der Abteilungsleitung ist es aber weiterhin, aufbauend auf die Jugend, wieder ein Frauenteam zu bilden.

 

Aktivitäten rund um den Handball

 

Bedingt durch die Höherklassigkeit der Liga mussten auch Organisation, Training und Finanzierung professioneller gehandhabt werden. Kabarettabende im Josefshaus waren immer ein Erfolg und brachten etwas Geld in die Abteilungskasse. Schafkopfturniere im Vereinsheim oder Halloween-Partys waren Beiträge zur Geselligkeit.

Um die Abteilung auf eine finanziell breitere Basis zu stellen, wurde 1995 ein Handball-Förderkreis gegründet. Angesprochen wurden dabei Firmen, Privat- und Geschäftsleute. In eine neue Dimension von Sponsoring über die Waldbüttelbrunner Geschäftswelt hinaus stieß dann Johannes Oehrlein vor. Der frühere Handballer der DJK ermöglichte es, dass Spieler wie Sammetinger, Leynar, Timoschenko und Arnarson zur DJK stießen. Neue sportliche Herausforderungen machen auch neue Wege für Werbung und Darstellung erforderlich. So fand im März 2001 in einem Kinosaal des "Cineworld" in Anwesenheit der ersten Männermannschaft ein eindrucksvolles Sponsoren-Meeting statt. 2002 wurde der "Club der 50er" gegründet. Hier unterstützen Privatleute mit einem Mindestbeitrag von 50 Euro die Handballer der DJK.Ohne diese Aktivitäten wäre ein Spielbetrieb über die Bezirksliga hinaus nicht möglich.

1996 ging das erste "Handball-Journal" in Druck, das zu Beginn einer Saison über alles Wissenswerte hierüber und über die Mannschaften und Umfeld berichtet und an alle Haushalte verteilt wird. Zu jedem Heimspiel liegt zudem das "Handball-Mail" auf, aus dem die Zuschauer das Neueste aus Verein und Mannschaft sowie den jeweiligen Gegner erfahren und somit zu den bestinformiertesten der Bayernliga zählen. Das Orga-Team regelt alle Belange um die Mannschaft und den Spielbetrieb und ist die "Mannschaft hinter der Mannschaft". Es muss sich um Heimspiele, Halle, Kasse, Aufsicht, Bewirtung, Werbung, Sponsoren... und... und... und kümmern und ist unentbehrlich für den Ablauf des Spielbetriebs.

Handball-Hoch und Zuschauer-Begeisterung waren letztendlich dafür verantwortlich, dass sich ein "Fan-Club" bildete. Neben lautstarker Unterstützung bei den Heimspielen wird auch die "Tipp-Ecke" vor den Spielen organisiert und die Wahl und Kür des "MVP", des wertvollsten Spielers einer Saison, durchgeführt.

Im August 1999 fand zum ersten Mal das Turnier um den "Sumpfler-Cup" statt, später dann in "Cineworld-Cup" umbenannt. Es wird bis heute durchgeführt. Das Turnier dient der Rundenvorbereitung, ist durchweg mit Landes- und Oberliga-Mannschaften bestückt, findet allerdings in den Ferien nicht den Zuschauerzuspruch, den es verdient hätte.

www.djk-waldbuettelbrunn.de hieß es im August 2001, als die DJK ins Internet ging. Seitdem wird dieses neue Medium gekonnt zur Darstellung von Verein und Handballabteilung genutzt. Die hohe Zahl der Besuchereintragungen auf der Homepage der DJK zeigt es.

Fanclub
Fanclub

Seit 2002 wird die Ortsmeisterschaft im Handball ausgetragen. Am Nachmittag vor dem Johannisfeuer messen Ortsvereine oder Gruppen ihre Kräfte um einen Wanderpokal.

 
 
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